Rakutechnik
Christine Lübge - Foto

Raku ist eine alte japanische Brenntechnik, die im 16. Jh. entwickelt wurde. Diese Technik benutzte man zur Herstellung von Teeschalen und sie war Teil der Teezeremonie.

Raku ist ein Zauberwort für erlebnishungrige Keramiker, die “frei und leicht“ (so die Bedeutung von “Raku“) mit dem Feuer umgehen möchten. Es haben sich verschiedene Raku-Techniken entwickelt, so das Soda-Raku oder das Hochtemparatur-Raku. Ich beschäftige mich mit der Naked-Raku-Technik.

Arbeitsschritte:

  • Herstellen des Gefäßes durch drehen oder aufbauen
  • Trocknung und farbliche Gestaltung der Oberfläche mit Engoben
  • Schrühbrand bei 900°C, der Scherben ist noch porös
  • Auftragen der Glasur mit dem Pinsel oder durch Tauchen
  • Raku-Brand bei 950°C, die Glasur schmilzt aus
  • Das rotglühende Werkstück wird mit einer langen Zange aus dem Ofen genommen, in eine Tonne mit Sägemehl gestellt und luftdicht abgedeckt (reduzierender Brand); durch den Temperaturschock bildet sich ein feines Craquele’ in der Glasur
  • Kohlenstoff dringt in die Glasurrisse und in die nicht glasierten Flächen und färbt diese tief schwarz
  • Reinigung der Objekte mit Stahlwolle

Die Raku-Technik ist ein zeitraubender Arbeitsprozess, der immer mit dem Risiko des Scheiterns behaftet ist, denn jeder Brand birgt die Gefahr der Zerstörung durch den Temperaturschock in sich.